Hintergrund-
bildinfo

Zeitstrahl zum 30 jährigen Bestehen des Katholischen Jugendwerks Förderband Siegen-Wittgenstein e.V.

BUS-Projekt besucht das Apollo-Theater

Das Projekt „BUS – Betrieb und Schule“ beteiligt sich am lokalen Netzwerktreffen des KI Siegen-Wittgenstein zum Thema „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“

Im Rahmen des lokalen Netzwerktreffens des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Siegen-Wittgenstein am 21. November, besuchten die Schüler*innen des BUS-Projektes das Theaterstück „Hallo Nazi“ im Siegener Apollo-Theater. In dem Stück geht es um rechte Gewalt in unserer Gesellschaft – leider ein sehr aktuelles Thema. „Hallo Nazi“ soll dazu anregen, die Themen Rassismus, (Rechts-)Extremismus sowie deren Auswirkung auf unsere Gesellschaft zu diskutieren und auch die Thematisierung und Aufarbeitung in der Schule voranzutreiben. Auch wird der Zuschauer mit den eigenen Vorurteilen konfrontiert und zum Nachdenken – auch über sich selbst - angeregt.

Im Vorfeld des Theaterbesuchs, der vom Katholischen Jugendwerk Förderband finanziert wurde, thematisierten die Schüler*innen des BUS-Projektes die Themen bereits im Rahmen des Unterrichts. Einige wurden schon selbst Opfer von Anfeindungen und Fremdenhass und kennen die Perspektive der Opfer. Andere sprachen aber auch darüber, dass sie selbst schon Vorurteile gegenüber vermeintlich Fremden hatten und sich, zum Beispiel aus sozialer Isolation heraus, denjenigen angeschlossen hatten, die offen Hass und (bislang) verbale Gewalt auslebten.

Mithilfe des Theaterstückes wurde den Schüler*innen auch bewusst, welche Mechanismen Jugendliche dazu bringen, extremistische Positionen einzunehmen und wie schnell man in Situationen geraten kann, die (lebens-)bedrohlich sind. Für sich selbst und für die anderen.

Im BUS-Projekt verfolgen die Pädagog*innen eine klare Linie gegenüber allen Formen von diskriminierenden Ideologien und vermitteln den Schüler*innen einen Gegenentwurf zu Hass und Gewalt. Es gilt aber auch, immer ein offenes Ohr zu haben, wenn Jugendliche sich öffnen und von den eigenen Erfahrungen berichten. Dann hilft es, gemeinsam zu reflektieren und die eigentlichen Gründe für das Symphatisieren mit extremen Positionen und deren Befürwortern herauszuarbeiten.

Der Theaterbesuch war aber nicht nur ein pädagogisches Erlebnis, sondern für viele auch eine seltene kulturelle Abwechslung. Denn noch nicht jede*r Schüler*in war schon Gast im Apollo-Theater.

Mehr Infos zum Projekt